Mittwoch, 2. März 2016

Buntes Treiben: Märkte in aller Welt

Ich gebe es zu: hier zu Hause gehöre ich nicht zu denen, die samstags über den Wochenmarkt bummeln, um sich mit regionalen Leckereien einzudecken - dazu koche ich zu wenig. Trotzdem liebe ich es, unterwegs über Märkte zu bummeln, auch wenn ich fast nie was kaufe - obwohl zumindest bisschen Obst als kleine Stärkung ist dann doch schnell mal in der Tüte. Aber das bunte Treiben, die vielen, auch lokalen Spezialitäten, die Mischung aus Touris und Einheimischen, Einblicke in die kulinarische Welt des bereisten Landes - ein Bummel durch Markthallen ist immer ein Erlebnis. Heute gibt es hier meine Top 11 - eine Bildergalerie mit vielen (leckeren) Impressionen.


1. Jerusalem, Basar Altstadt
Im arabischen Altstadt-Viertel der ewigen Stadt ist man sofort im Orient. Gewürze, bunte Stoffe in  engen Gassen. Neben im jüdischen Viertel sieht es schon wieder ganz anders aus. Ein eigentlich friedliches Nebeneinander - schade, dass es im Großen nicht funktioniert.
  
2. Central Market, Los Angeles
Fast mitten in Downtown fühlt man sich in der Markthalle fast wie in Südamerika. Der mexikanisch-spanische Einfluss ist hier stark spürbar, es gibt Obst und Gemüse in Hülle und Fülle und auch alles andere.
 3. Portobello, London
 Eine Mischung aus Floh- und Biomarkt, und hinter den Ständen noch lauter nette Geschäfte - ich war stundenlang dort, gegen den Hunger gab es auch viele Leckereien. Und: Ich hatte das Gefühl, eher in einem netten kleinen englischen Dorf zu sein und nicht in der Millionenmetropole.

4. Bozen, Südtirol
Italienisch und doch noch etwas alpenländisch deutsch, mediterranes neben Wohlbekanntem und das in der hübschen Altstadt unter Arkaden - hier trifft Bella Italia auf Alpen.

5. Katutura, Namibia
Katutura ist ein Township in der Hauptstadt Windhoek. Unter Blechdächern gegen die sengende Sonne wird hier auf dem Markt alles Mögliche verkauft - vor allem viel Fleisch. Ganze Rinder werden dort zerteilt, man sollte sich also nicht vor herumliegenden Köpfen ekeln. Nebenan wird es gleich gegrillt und als Snack direkt aus Zeitungspapier gegessen. Ein anderer Snack sind die Würmer unten auf dem Bild, Wer nach Afrika fährt, sollte auf einen Markt gehen - und westliche Standards vergessen.

6. Indien, irgendwo am Straßenrand
DEN Markt gibt es Indiens Städten wohl nicht. Es wird einfach überall alles verkauft. Überall ziehen Menschen Handkarren durch die Gegend oder sitzen auf dem Boden vor einem Berg Nüsse. Kleine Läden, fast nur Verschläge, quellen über, dazwischen Chai-Verkäufer mit Thermoskannen, dann ein Stand mit Süßigkeiten. Ich weiss leider bis heut nicht, was die Frau dort verkauft. Direkt daneben gab es Obst und Gemüse, wir deckten uns mit Bananen ein. Indien, geliebtes, gehasstes Chaos.
7. Wien, Naschmarkt 
Mitten in der Stadt lockt der Naschmarkt. Es sind kleine Pavillons, in denen Spezialitäten verkauft werden, z.B. hier die "Mohnzelten". Oder Gewürze, oder Tee. Die Läden wechseln ab mit Lokalen, in denen man sich einen G'spritzten und kleine Speisen gönnen kann. Ein Bummel über den Naschmarkt am Vormittag gehört unbedingt zu einem Tag in Wien dazu.

8. Athen, Markthallen
Mit der empfehlenswerten Food Tour ging es auch in die Markthallen. Besonders bei den Metzgern hier war es sehr laut, es gab unfassbar viel Fleisch. Auch eine Fischhalle gibt es sowie im Außenbereich Obst und Gemüse, wo Oliven aller Art sowie Weintrauben zum Probieren lockten.

9. Sineu, Mallorca
Eine Riesen-Wiese als Parkplatz mit Touri-Bussen bereitet schon darauf vor, dass dieser Mittwochs-Markt ein beliebtes Ausflugsziel ist. Doch auch wenn es voll ist und auch Touri-Nepp verkauft wird - es ist ein schöner Markt und ein schöner, alter Ort mit kleinen Gassen rund um eine Kirche, vor der ein geflügelter Löwe Wache hält. Es gibt Obst, Schinken, mallorquinische Spezialitäten und einen kleinen Viehmarkt.

10. Funchal, Madeira
In der Fischhalle begegnete mir der Schwarze Degenfisch zum ersten Mal, abends auf dem Teller stellte ich fest, wie lecker und "unfischig" dieser hässliche Kerl ist. Nebenan der Bauernmarkt zeigt den landwirtschaftlichen Reichtum der "Blumeninsel". Neben Blumen gibt es vor allem viele Früchte, z.B. versch. Maracuja-Sorten oder die Philodendron-Frucht - die Zimmerpflanze wächst dort zu Bäumen heran.

11. Schwarzmarkt, Ulan Bator, Mongolei
Längst kein "Schwarzmarkt" mehr, ist die Bezeichnung aus Zeiten der russischen Besatzung geblieben. Es ist ein riesiges Areal in der Hauptstadt und DAS Einkaufszentrum. Eher wenige Lebensmittel, dafür alles andere was man braucht - vom Holzsatttel-Basis-Teil bis hin zu Jurten-Bauteilen und Schuhen. Ich habe mir dort einen "Deel" (Mantel) als Erinnerung gekauft. Meine Kamera hatte ich (türkises Shirt) nicht dabei, da vor Taschendieben explizit gewarnt wurde.
Foto: René

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