Sonntag, 3. Dezember 2017

Sehnsucht am Sonntag: Lieblingsleipzig



Zum 1. Advent gibt es eine Erinnerung an Leipzig. Fast jedes Jahr versuche ich, meine Studentenheimat während der Adventszeit zu besuchen. Am Augustusplatz steht die Uni, die sich seit meinem Abschluss auch baulich sehr verändert hat. Letztes Jahr habe ich die obige Fassade des Paulinum fotografiert. Dieses neue Gebäude an der Stelle der zerstörten Uni-Kirche wurde nun eingeweiht. Ich werde wieder hinfahren, zum Weihnachtsmarkt, und hoffe sehr, dass ich dann auch mal das Paulinum von innen sehen werde.

In der Rubrik "Sehnsucht am Sonntag" beschreibe ich in kurzen Beiträgen unvergessliche Momente auf meinen Reisen - (fast) jede Woche neu.

Samstag, 18. November 2017

Venedig von A-Z, 2. Teil

Nun ist der erste Teil schon eine Weile online, aber ich komme jetzt erst dazu, die Fortsetzung zu schreiben. Aber hier ist er nun:

N wie Nachtleben
Nun, ich bin nicht zum Partymachen nach Venedig gefahren. So richtig Clubs scheint es in der Altstadt auch nicht zu geben. Da ich aber am ersten Abend erst spät ankam, trieb uns der Hunger doch nochmal aus dem Hotel. Und direkt um die Ecke stießen wir dann auf ein Bácari, typisch für Venedig. Es sind Weinstuben, wo man sich trifft, guten, aber günstigen Wein und kleine Chichetti, so eine Art Tapas, bekommt. Wir stellten uns auch einen Teller zusammen, tranken ein Glas Wein nach dem anderen, kamen mit Touristen und auch Einheimischen ins Gespräch. Ich war froh, dass der Weg zum Hotel nicht weit war. Diese Bars gibt es überall, man steht einfach auch draußen davor.

O wie Orientierung
Das ist in Venedig gar nicht so leicht. Klar, der Canale Grande ist ein guter Orientierungspunkt, aber links und rechts davon verliert man sich schnell in den Gassen. Das Problem: Google maps funktioniert zwar, ist aber zu ungenau. Denn wenn Google maps einen auf der linken Straßenseite verortet, man aber rechts ist und dazwischen ein Kanal, bringt es nicht viel. Und manchmal sind die Gassen auch zu eng, dann funktioniert die Ortung nicht. Daher empfehle ich den klassischen Stadtplan, möglichst genau, in dem auch die Namen der kleinen Gassen verzeichnet sind. Vor Ort stehen, relativ weit oben an den Hauswänden, auch immer mal die groben Richtungen dran, zb. "San Marco" oder "Vaporetto" für die nächste Anlegestelle. Und ja, der offizielle Weg kann auch wirklich ein Mini-Durchgang sein. Ansonsten: einfach mal verlaufen und so viele schöne Ecken entdecken.

P wie Picknick
Oder auch: Problem. Denn irgendwie gibt es im Stadtzentrum fast gar keine Sitzbänke, und das Hinsetzen auf Treppenstufen, etwa auf Brücken oder vor Gebäuden, ist verboten. Wenn also die Füße vom vielen Laufen weh tun oder man mal eine Kleinigkeit essen möchte - es ist nicht leicht einen Pausenplatz zu finden. Wir haben unsere Pizza to Go dann auch an einer Gondel-Anlegestelle auf einer wackeligen Holzbank gegessen, sicher auch nicht erlaubt, aber der Gondolieri hatte wohl schon Feierabend. Etwas abseits der Hotspots findet man dann aber noch Plätze, an denen noch Bänke stehen, z.B. am Campo de Gesuiti.
 
Am Campo de Gesuiti

Q wie Quartieri
Die Stadviertel heißen in Venedig gar nicht Quartieri, wie sonst in Italien, sondern Sestieri, denn es sind sechs Stadtteile. San Marco ist der touristischste, Cannaregio und Dorsoduro haben mir gut gefallen. Es sind meist breitere Kanäle, die die Stadtviertel trennen, aber Canneregio, San Marco und Castello auf der Hauptinsel gehen ineinander über.

R  wie Rialto-Brücke
Die berühmteste aller Brücken ist wirklich ein Must-See, aber wirklich immer gut voll. Hier hatte ich auch ein wenig Angst vor Taschendieben in dem Gedränge. Der Blick von der Brücke auf den Canale Grande ist schön, viel besser fand ich aber, die Brücke von unten anzusehen, von beiden Seiten. 

S wie Schaufenster
Na, ich könnte auch sagen wie shoppen. Habe ich aber gar nicht, außer meinen obligatorischen Magnet. Aber Schaufenster-Shopping geht in Venedig auch sehr gut. Es gibt sooo viele süße kleine Läden zu entdecken, nicht nur Souvenir-Shops. Natürlich viele Masken-Läden, auch viele Läden mit Süßkram, oder mal eine Papeterie oder Künstler-Laden, auch teure Marken oder eine Galerie sowie sehr viel Murano-Glas.
 
 
 
 
Pralinen

T wie Turm
Ich steige ja immer gern auf Türme, um mir Städte von oben anzuschauen. In Venedig gibt es davon auch sehr viele, der bekannteste ist sicher der rote Campanile auf dem Markusplatz. Da bin ich aber nicht hoch, sondern auf den Turm der Kirche Santa Giorgio Maggiore auf der gleichnamigen kleinen Insel. Dort geht es ganz bequem mit dem Lift nach oben, und man kann hinüber zum Markusplatz schauen. Leider war es sehr bewölkt an dem Tag. Aber immer wieder schön, wenn sich eine Stadt unter einem ausbreitet.
Campanile

U wie Umwelt
Ja, Venedig versinkt langsam. Oder eigentlich ist es so, dass der Meerespiegel steigt. Und verbreiterte Fahrrinnen sorgen dafür, dass mehr Sedimente rausfliessen. Vertieft wurde auch für große Kreuzfahrtschiffe, die quasi direkt durch die Stadt fahren. Der Protest gegen die schwimmenden Hotels wächst, da diese auch die Fundamente belasten. "No Grandi Navi" (keine großen Schiffe) steht an vielen Häusern auf Plakaten.


V wie Viva San Marco!
Der Leitspruch der Republik Venedig - die stolze Macht in der Lagune, die im 19. Jahrhundert noch einmal kurz ausgerufen wurde. Und auch in der früheren Geschichte war Venedig immer eine besondere Stadt. Der Palazzo Ducale am Markusplatz zeugt von der Macht der Dogen, die prächtigen Häuser ebenso. Der geflügelte Löwe, Symbol der Stadt, ist überall zu finden. Der Platz San Marco war und ist immer noch das Aushängeschild, dort findet sich auch der Markusdom und die astrologische Uhr. 




W wie Wasser
Für das Hochwasser standen bereits die kleinen Plattformen bereit, aber darum geht es nicht. Denn: Es gibt in Venedig überall Trinkwasser-Brunnen, an denen man seine Flaschen einfach auffüllen kann. Wirklich praktisch und gut. Das Wasser ist wirklich trinkbar, es gab keine Probleme. Also, leere Flasche mitnehmen! 

X wie X-Faktor
naja, zugegeben, das ist eine Notlösung für diesen Buchstaben.... Aber was ich damit meine: Venedig hat diesen X-Faktor wirklich. Irgendwas ganz besonderes. Auch Amsterdam hat viele Kanäle, es gibt überall tolle Altstädte zu entdecken, aber Venedig kann wirklich mehr. "La Serenissima", die Durchlauchte, ist ihr Beiname. Sie ist wie eine Dame, auch wenn an vielen Stellen "der Lack ab ist". Aber auch dieses morbide, etwas verfallene macht den Charme aus.
 
 
y wie ?

Z wie Zug
Man kann nach Venedig fliegen. Auf dem Hinweg habe ich aber den Zug genutzt, da ich eh schon in München war. Ich muss sagen, es hat super geklappt. Das tolle: Der Bahnhof in Venedig, Endstation, ist schon quasi in der Altstadt. Man kommt aus der Eingangshalle raus und steht am Canal Grande, und kann mit dem Vaporetto weiterfahren - und ist sofort im Venedig-Modus. Ich bin übrigens über eine Brücke und dann gelaufen und habe mich gleich erstmal samt Gepäck verirrt - viele Touris schleppten Koffer treppauf treppab und durch Gassen - also nicht zu schwer packen, wenn man nicht im Luxushotel mit eigenem Anleger wohnt!

Sonntag, 12. November 2017

Sehnsucht am Sonntag: Herzklopfen auf Safari



Im Etosha Nationalpark während meiner Namibia-Rundreise waren wir mehrfach auf Game-Drive. An einem Wasserloch war dieser stattliche Elefantenbulle - der sich dann irgendwann langsam aber zielstrebig Richtung unseres Busses bewegte - und dann auch drohend die Ohren aufstellte - Anspannung bei allen, mein Herz klopfte. Gar nicht mal aus Angst vor einem Angriff, sondern weil ich ich so fasziniert war von diesem wilden, großen Tier, das sich fast lautlos bewegte und dass kein Zaun und Wassergraben von uns trennte. In dem Moment, wo ich das Selfie machte, drehte er ab und zog weiter.

In der Rubrik "Sehnsucht am Sonntag" beschreibe ich in kurzen Beiträgen unvergessliche Momente auf meinen Reisen - jede Woche neu.

Sonntag, 29. Oktober 2017

Venedig von A-Z , 1. Teil

Mein Venedig-Trip ist schon eine Weile her, aber das "echte" Leben hat mich bisher vom Schreiben abgehalten. Ich war vor 17 Jahren schon mal einen Tag dort, während einer Interrail-Tour, und kannte die wichtigen Plätze. Dennoch war eine Wiederholung ein großer Wunsch - in Ruhe, mehr Zeit zum Fotografieren etc. Die Stadt mit ihrem morbiden Charme hat mich in ihren Bann gezogen. Zwar war es hoffnungslos überfüllt, besonders an den Hotspots, aber kaum lässt man sich treiben, ist man plötzlich auch mal allein in einer schmalen Gasse (die durchaus trotzdem der richtige Weg sein kann, z.B. zu einer Anlegestelle).
Hier nun meine Liste für die Lagunenstadt:

Sonntag, 8. Oktober 2017

Valencia: So schmeckt der Süden

Bei meinem Städtetrip nach Valencia durften auch kleine, leckere Pausen nicht fehlen. Für mich war eines von Anfang an klar: Ich wollte unbedingt die Mandelmilch trinken, die ich als Kind schon bei einem Spanienurlaub entdeckt hatte. Da musste ich auch gar nicht lang warten. In der Innenstadt standen kleine Wagen, in denen die "Horxata" (gesprochen: Horschata) verkauft wird, gekühlt. Es ist ein ungewöhnlicher Geschmack, den man mag oder nicht. Ich habe mir jedenfalls mehrfach eine kleine Milch geholt, der Becher zu je 2,50 - 3 Euro.

In El Carmen habe ich mich ja sehr wohlgefühlt. Am Placa Tossal gibt es mehrere Lokale. Ich war spontan in der Bar La Pilareta und habe dort eine Schüssel frischer Muscheln gegessen.