Sonntag, 24. Februar 2019

Safari-Time: Tiere gucken im Kruger Nationalpark Teil 1

Afrika ohne Safari? Undenkbar für mich. Daher war klar, dass ich in meine drei Wochen Südafrika im Herbst 2018 auch unbedingt einen Aufenthalt im Kruger Nationalpark einplanen musste. Nach der Reitwoche auf Horizon hatte ich noch vier Tage. Und mit Outlook-Safaris fand ich einen Anbieter, dessen Touren genau passten. Start und Ende war in Johannesburg, und da ich mich für die 4-Tage-Tour entschied statt nur 3 Tage, ging es am Ende direkt vom Kruger zum Flughafen. Dank eines Staus und Verspätung sorgte das zwar kurzzeitig für Panik bei mir, aber es klappte. Die Fahrt dauert knapp vier Stunden, die meiste Zeit über eine Art Autobahn, wo nach zwei Stunden auch Pause an einem großen Rasthof ist, wo es mehrere Restaurants, Shops, gute Toiletten und einen Blick auf eine Gehege mit Nashörnern, Antilopen und anderen Tieren gibt.


Ich wollte nicht allein fahren. Zum einen wegen der Sicherheit, zum anderen finde ich normale Pkws für eine Safari auch schwierig, da man nicht so schön hoch sitzt und weniger Überblick hat. Und die Guides hab auch mehr Erfahrung und kennen auch die Wege - der Kruger ist riesig.
Wir waren nur im südlichen Teil unterwegs, da alles andere zu weit war und wir immer im selben Camp übernachtet haben, dem Pretoriuskop-Restcamp. Dieses gehört zu den Sanpark-Einrichtungen, also den "staatlichen" Camps im Park. Daneben gibt es noch private Camps, die sicher auch luxuriöser sind. Outlook hat dort ein eigenes Zeltcamp, man kann aber gegen einen Aufpreis auch in den kleinen Cottages übernachten. Ich fand die Zelte super, groß, mit Feldbetten, Licht und Steckdose.
 
Auch die Gemeinschaftsduschen und Toiletten waren sauber.
 
Gegessen wird in einem großen, offenen Gemeinschaftszelt, inkl. Kronleuchter. Dort konnte man sich auch jederzeit Wasser abfüllen. Eine Trinkflasche gab es zu Beginn als Willkommensgeschenk.
Zudem hat das Haupt-Camp einen großen Shop, wo es von Souvenirs bis Essen wirlich alles gibt, ein Fast-Food-Restaurant (welches ich aber nicht genutzt habe) und, etwas abseits, einen tollen Pool, der an einem Naturfels eingelassen ist. Dort verbrachte ich meist die Mittagspause.
Der Shop
Denn es ist so, dass man morgens früh um 6 - noch vor dem Frühstück - eine Tour macht, dann Frühstück, dann Pause bis zum Nachmittag, dann noch eine Tour um 15 Uhr, dann gab es Abendessen. Zudem habe ich noch eine Safari im Dunkeln gemacht und morgens einen BushWalk, dies mit Rangern direkt vom Park, die leere Plätze Outlook zur Verfügung gestellt haben.
Das ganze Camp ist eingezäunt und wird nachts geschlossen. Man ist also quasi "gefangen". In Botswana gibt es offene Camps, wo dann auch morgens mal ein Löwe vorm Zelt liegen kann - ich finde es so aber auch ok. Als eines abends lautes Brüllen zu hören ist, weil ganz in der Nähe Löwen eine Büffel reissen, ist mir der meterhohe Zaun ganz lieb.
Entdeckung im Camp

Das Essen bei Outlook war gut. Es ist so, dass man in Kleingruppen per Mini-Bus kommt, dann mit dieser Gruppe auch an einem Tisch im großen Dinner-Zelt sitzt und auch die Safaris macht (die Jeeps sind 9-Sitzer). Insgesamt waren aber sehr viele Leute dort, bestimmt immer an die 40, jeden Tag war An- und Abreise. Trotzdem fühlte es sich recht familiär an. Gekocht wurde immer frisch in der Zeltküche. Morgens gab es vor der Safari immerhin Kaffee und ein paar Kekse. Zum Frühstück danach Obst, Cerealien, Omelette. Mittags gab es einen kleinen Snack, Sandwiches oder deftiges Gebäck, abends dann immer Vorspeise, Hauptspeise und Nachtisch, z.B. Teigtaschen mit Bohnen, Hühnchen mit karamelliger Sauce und Maisbrei, eine Art Milchtörtchen. Wasser und Saft gab es dazu, wer Alkohol trinken wollte, so wie ich mein abendliches Savannah, musste dies im Shop dazu kaufen.
Dinner mit meinem geliebten Savannah Cider
Teil des Frühstücks
 
Das Ganze war gut organisiert, und ich hatte nette Mitreisende aus aller Welt und verschiedenen Alters, man kam schnell ins Gespräch. Der Nachteil ist sicher, dass es stationär ist, man also nur eine Ecke des NP sieht. Mit einem eigenen Auto oder Fahrer würde ich empfehlen, von Camp zu Camp zu fahren. Aber auch so ist es einmalig. Die weite Landschaft, die Geräusche in der Nacht, das Campleben inkl. frecher Affen, die die Küche stürmen - das gehört dazu.
Affen schaffen es auch in das Camp
Diese sollte man natürlich auf keinen Fall füttern, auch nicht die Vögel, die dort sind.
Und: Der Park ist Malaria-Gebiet. Das sollte man wissen, vor allem, wenn man in der Regenzeit dort ist. Ich hatte Glück, es war trocken, und ich habe keine Mücken gesehen. Daher habe ich auf Malariaprophylaxe verzichtet, da diese ja auch immer Nebenwirkungen hat, und habe einfach lange Kleidung getragen, die ich mit einem Insect-Repellent imprägniert habe. Und ich habe mich immer mal wieder mit einem Mittel eingesprüht und darauf geachtet, immer das Netz am Zelt zuzumachen. Im Shop gab es auch zahlreiche Mittel gegen Moskitos.
So viel zum Organisatorischen. Im nächstenTeil nehme ich Euch mit auf die Game Drives!

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