Mittwoch, 13. Mai 2015

Wüstentour in Dubai - Pro und Contra - mit Video

Bei den Planungen für meinen Dubai Stopover (mehr dazu hier) stand für mich von Anfang an fest, dass ich eine Wüstentour machen wollte. Anbieter gibt es haufenweise. Ich entschied mich für Arabian Adventures, weil ich über die auch mein Stopover-Paket bei Emirates gebucht hat. Allerdings erzählte mir Emirates dann, Abholung sei nur an dem Hotel möglich, wo man auch wieder abgesetzt wird. Das hätte für mich entweder bedeutet, meinen ohnehin knappen Sightseeing-Plan zu kürzen, um aus der City mittags wieder raus zum Flughafen-Hotel zu fahren, oder abends nach der Tour noch allein wieder dorthin zurück zu müssen. Zum Glück war man bei Arabian Adventures selbst flexibler und so konnte ich mich in der City abholen lassen und nach der Tour wurde ich zu meinem Hotel gebracht. So kam es, dass ich nach dem Besuch der Dubai Mall dort drin den Eingang des noblen "The Adress" Hotel suchte. Das hat nämlich einen eigenen Zugang zur Mall. Ich fand ihn und gelangte in die Lobby, wo ich erstmal wartete - ab der angegebenen Uhrzeit 15 Uhr. Schliesslich ging ich vor die Tür und kam ins Gespräch mit einem jungen Pärchen aus London, die auch den Voucher in der Hand hielten. Zwar kam dann auch bald ein Geländewagen von Arabian Adventures, der war jedoch von einer anderen Tour.
Um 15.45 kam dann unser Fahrer, und zusammen mir drei Amerikanerinnen nahmen wir drei Platz - und los gings. Über die Autobahn raus aus der Stadt, vorbei am Kamelrennen-Stadion, um das herum viele viele Kamele zu sehen waren, bis zur Dubai Desert Conservation.

Die Fakten: Die Tour kostete 70 Euro, mit Greifvogelvorführung, Dune-Bashing, Sundowner-Stop, kurzem Kamelritt, Camp mit Buffet-Dinner (Vor- und Hauptspeisen und Dessert inkl. Getränke), Möglichkeiten zum Shisha rauchen und zur Henna-Bemalung sowie Bauchtanzvorführung, Transfer und dauerte von 15.45 (Pick up) bis 21.30 (Abfahrt in der Wüste).



Tja, und ist das nun ein Must-do in Dubai? Was spricht dafür, was dagegen?

CONTRA:
- Es ist eine Massenveranstaltung. Am Sonnenuntergangs-Punkt treffen sich 40 Jeeps - nichts mit einsame Wüste.
- Man wird nur durchgeschleust, der Zeitplan ist straff. Bei der Falkenschau steht man Gruppenweise Schlange, wird dann reingelassen, dann auf anderer Seite wieder raus.

- Natürlich ist es kein echtes Beduinencamp, sondern ein Touri-Camp mit ausreichend Platz für die Massen.
- Wer Pech hat (wie ich) hat einen nicht sehr netten Fahrer, der einfach nicht mit seinen Gästen spricht, nichts erklärt, auf nichts aufmerksam macht, sondern einfach fährt. Kein Hinweis auf den Springbock neben uns oder eine Erklärung zum Kamelmann mitten im Nichts.


- Der Kamelritt dauert gefühlt eine Minute und geht einmal rundrum in der Ecke des Parkplatzes.
- Das Essen ist einfach, eher deftig, die Auswahl beim Dessert nicht sehr üppig.

PRO:
- Man kommt endlich und einfach mal raus aus der künstlichen Stadt und sieht die Wüste. Und wer offen ist, lernt leicht Leute kennen, so dass man später nicht allein essen muss.

- es ist super organisiert und klappt einwandfrei, ein Rund-um-Sorglos-Paket.
- Die Stimmung im Camp ist trotzdem schön, es liegt an einer riesigen Düne, die von hinten beleuchtet ist. Die niedrigen Tische mit Sitzkissen und Teppichen unter Zeltplanen sind gemütlich. Irgendwann wird mal das Licht ausgeschaltet, um die Sterne anzusehen - schon schön. Und spätestens bei der Bauchtänzerin kam dann 1001 Nacht Feeling auf.

- Die Fahrer (es gab auch offenbar kommunikativere, die sich um ihre Gäste mehr bemühten) sind alle sicher am Steuer, und das Dune-Bashing war eine große Gaudi - besser als Achterbahn.
- Einfach mal ein Kamel anfassen, sich draufsetzen und dieses Gefühl, wenn es sich erhebt (schwank, schaukel) und wieder legt ist echt lustig, dazu die Grunz-Geräusche.

- Die Buffets waren super organisiert, es war reichlich da. Besonders in die Vorspeisen (alles lecker arabisch) hätte ich mich reinsetzen können. Satt wird man auf jeden Fall.
Mein Fazit: Es ist eine reine Touri-Tour, klar. Aber Preis-Leistung stimmen, und ich war froh, es gemacht zu haben. Nach 'nem halben Tag in der Stadt war es schön, rauszukommen und die Wüste zu sehen. So schick wie der Ausflug von den Sex and the City Mädels ist es nicht, aber ich fand es gut, auch als alleinreisende Frau. Wer zu mehreren da ist und nur einfach Wüste sehen will ohne das drumrum, dem empfehle ich evtl. einen einzelnen Fahrer samt Wagen für einen Ausflug zu buchen. So, und nun noch ein kleines Video zum Abschluss.
video


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