Mittwoch, 18. April 2018

Budapest: Die große Synagoge

So, noch ein allerletzter Beitrag (bald gibt es neuen Stoff, wenn es wieder mal auf Reisen geht....) zu Budapest. Wer die anderen Beiträge gelesen hat, weiss, dass ich besonders das jüdische Viertel toll fand. Und dazu gehört natürlich auch eine Synagoge. Es gibt mehrere, aber für Touristen am interessantesten ist die Große Synagoge. Und ja, die Bilder sind nur 24 Stunden nach den Streetart-Bildern entstanden - plötzlich war da Schnee.....
 
 

Die große Synagoge liegt am Rand des Viertels an der Dohany utca. Die Fassade mit den zwei Türmen ist nicht zu übersehen. Wer die Synagoge während eines Wocheendtrips besichtigen möchte, sollte berücksichtigen, dass sie gemäß des Sabbat am Freitag nachmittag und Samstag geschlossen ist. Wir waren am Sonntag früh da, da wir erst mittags zum Flughafen mussten. Wir waren etwa 20 Minuten vor Öffnung da, und es gab schon eine Schlange - erst am Ticket-Häuschen, dann am Einlass. Der Eintritt kostet 4000 Forint, etwa 13 Euro. Man muss durch einen Security-Check und darf nichts Großes, zb Koffer, mit rein nehmen.

Das Innere ist beeindruckend, es ist ja auch die größte Synagoge Europas. Allerdings: Es sieht dort aus wie in einer Kirche - was etwas Besonderes ist. Es gibt sogar eine Orgel. Denn gerade diese Gestaltung sorgte beim Bau druchaus auch für Diskussionen in der jüdischen Gemeine und deren verschiedenen Ausrichtungen. Sie wurde vom Wiener Architekten Ludwig Förster 1854–59 im maurischen Stil errichtet.
 
 
 


Es werden Führungen angeboten - in den Sitzreihen stehen Schilder mit Flaggen, und wir nutzen die Gelegenheit und erfahren von der deutschsprachigen Dame vieles Spannende. Im Gebäude befindet sich auch das jüdische Museum und außen zwei Höfe.

Thora-Rolle
Schofar
Gebetsschal



In dem einen mussten nach dem zeiten Weltkrieg über 2000 Leichen aus dem Ghetto aus der Not heraus in einem Massengrab beerdigt werden.
 
 

Im zweiten Hof ist der der Raoul-Wallenberg-Gedenkpark zu Ehren des schwedischen Diplomaten, der während des Zweiten Weltkriegs mithilfe sogenannter Schutzpässe Tausende jüdische Leben rettete. Mehrere Mahnmale erinnern daran, beeindrucken ist die große metallene Trauerweide des Künstlers Imre Varga im Gedenkpark, in deren Blätter die Namen der im Holocaust Verstorbenen eingraviert sind.
 
 
 
 
 

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