Mittwoch, 6. September 2017

Tage am Meer: Tipps für St. Peter Ording

Der vergangene Sommer war hier in Norddeutschland eher ein Reinfall. Trotzdem lockt immer das Meer. Und auch wenn nach wie vor Sylt mein Favorit ist, kam ich dieses Jahr gleich 2x nach St. Peter Ording. Nach meinem etwas verregneten Ausflug vor zwei Jahren hatte ich dieses Mal etwas mehr Glück mit dem Wetter. Da es aber auch nicht wirklich Badewetter war, eignen sich meine Tipps auch noch für einen Ausflug im hoffentlich goldenen Herbst - ein schönes Hotel hatte ich auch...

Hoteltipp
Neben einem spontanen Tagesausflug gönnte ich mir diesen Sommer sogar ein Wochenende in SPO mit einer Übernachtung. Auch wenn ich sonst eher ein Sparfuchs bin, suchte ich mir dieses Mal etwas Teureres. Was aber letztlich daran lag, dass ich allein war - und der Preis für ein DZ zur Alleinnutzung nicht wirklich viel günstiger war. Aber die 120€ für das Beach Motel waren es wert.
Die große Anlage im amerikanischen Stil ist modern und ein bisschen im Surfer-Look gestylt.


Die Zimmer sind schlicht-modern mit netten Details wie einem Surfbrett als Deko.
 
 
Die Lobby und der Frühstücksraum sind ebenfalls schön eingerichtet mit witzigen Details. Das Frühstückbuffett war reichhaltig und lecker. Was toll ist: Das junge Service-Personal ist total freundlich und aufmerksam.
Frühstücksraum und -buffet
Lobby mit Hai
Das Hotel hat auch einen kleinen Spa-Bereich, leider ohne Pool, aber mit drei Saunen. Da es relativ sonnig war, hatte ich die für mich allein und genoss die Ruhe. Der Außenbereich ist nicht sehr groß und leider von oben einsehbar, die Hängematte und Fatboy-Säcke sind aber bequem - waren leider nass von einem Regenguss.
 
 Auch eine Bar und ein Restaurant gehören zum Hotel, die ich aber nich nutzte. Alles in allem ein gelungenes Konzept und ein Ambiente, in dem ich mich sofort wohlgefühlt habe.

Aktivitäten
Nun, an erster Stelle stehen immer Spaziergänge an dem unfassbar breiten Strand von SPO, von Pfahlbau zu Pfahlbau. Ich hatte das Glück, auch einen tollen Sonnenuntergang zu erleben.

Zum anderen ist der Strand bzw. das Watt natürlich auch ein Traum für Reiter. Leider nur in einem bestimmten Gebiet. Ich buchte mit meiner Freundin einen Strandritt auf der Reitanlage Dreililien. Ich habe bei diesen Touri-Ritten ja immer etwas Bedenken, aufgrund der Gruppengrößen und überschätzten Reitkenntnissen. Doch hier war alles in Ordnung, die Gruppe war zwar recht groß, aber alles lief gesittet ab, der Galopp war nach dem fetzigen Ritt nach Neuwerk fast schon sehr ruhig. es kostete 40 Euro, es gibt Pferde aller Art vom kleinen Norweger bis zum großen Warmblut.

Ein bisschen bummeln gehört dazu, es gibt in Dorf einige nette Bekleidungsläden, maritim angehaucht, aber durchaus modern, zb mit Jacken von derbe oder Schmuddelwedda, dazu Souvenirläden und Tee - den man hier gern kauft, allein wegen der netten Namen, etwa "Seepferdchen".
Berühmt ist SPO auch als Surf-Paradies - egal ob Wellenreiter, Windsurfer oder mit dem Kite.

Und dann schaffte ich es endlich auch mal zum nahegelegenen Leuchtturm Westerhever. Bekannt aus Funk und Fernsehen - er lockt natürlich auch dementsprechend viele Leute an. Es gibt vor dem Deich einen kostenpflichtigen Parkplatz, dort gibt es auch einen Kiosk mit lecker Fischbrötchen
 
Dann muss man noch ein Stück durch die Salzwiesen laufen (oder radeln). Auf den Turm hinauf kommt man nur zu bestimmten Zeiten nach vorheriger Anmeldung. Am Leuchtturm ist ein Posten der Schutzstation Wattenmeer, die von FÖJlern betreut wird. Der klassich rot-weiße Turm ist wirklich ein schönes Ziel.
 

Essen und Trinken 
Natürlich ist an so einem touristischen Ort bestens fürs leibliche Wohl gesorgt. Direkt in St. Peter Dorf, wo die große Seebrücke zum Strand führt, ist ein Ableger von Goschs Imperium. Immer gut für einen Snack oder auch richtiges Essen. Ich hatte Matjes-Brötchen und abend mal die Thai-Nudeln.

Direkt in der Nähe ist auch das Hotel Strandgut Resort, das auch sehr schön aussieht. Übernachtet habe ich dort nicht, aber im Restaurant Deichkind gegessen. Dort gibt es etwas ausgefallenere Gerichte bzw. moderne Klassiker, dazu tolle Limonaden.
Wer mit dem Auto unterwegs ist, findet etwas im Landesinneren in den Dörfern und an einsamen Höfen tolle Landcafés mit leckeren hausgemachten Kuchen. Wir kehrten im Schweizer Haus in Tating ein. Der kleine Ort hat auch eine schöne alte Friesenkirche zu bieten, und meine Torte in dem alten Fachwerkhaus war ein Traum.
 
 Wie bei meinem ersten Besuch verschlug es uns am Strand wieder in den Pfahlbau mit der Strandbar 54 Grad Nord. Auf der Terrasse, windgeschützt und mit heißer Waffel war der Sommertag perfekt, die 54 ist der Pfahlbau, der am weitesten vorn im Meer steht und bei Flut daher auch ganz sicher mit Wasser umspült ist - ein Steg führt dann hin.

Mein persönlicher Tipp: Lieber nicht den berühmten Strandparkplatz nutzen, auch wenn es verlockend ist. Es kommt doch schnell mal zur Überflutung, und ob Salzwasser und Sand so gut sind...

Das Beste: von mir aus ist es mit dem Auto gar nicht weit bis SPO - wenn kein Stau ist. Seit diesem Sommer habe ich es mehr auf dem Schirm - als einfacher zu erreichende Alternative zu Sylt. Aber da war ich natürlich auch mal wieder, mehr dazu demnächst.

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