Dienstag, 1. Dezember 2015

5 Gründe, nicht in die Karibik zu fahren - ein ganz ehrlicher Post

Man bloggt ja gern nur über all die tollen neuen Eindrücke - aber auch negative Erfahrungen gehören zum Reisen dazu. Ich will jetzt ehrlicherweise auch mal Dinge aufzählen, die den Trip in die Karibik für mich eigentlich zum Horrortrip hätten werden lassen können. Natürlich war dem nicht so, gerade mit der lustigen Reitertruppe kann man das alles mit viel Humor nehmen, und mein Abenteuergen bewahrt mich davor, solche Dinge wirklich als abschreckend zu empfinden. Aber verschweigen will ich es nun auch nicht - es gibt auch auf Traumreisen immer Dinge, die nicht so schön sind und die für andere vielleicht wirklich Probleme sind, denen sie lieber aus dem Weg gehen. Punkt 1 gilt da nicht nur für den Urlaub in der Dominikanischen Republik:
1. Die Reise
Ich hasse Flüge. Hab sogar Flugangst. Ungünstig, wenn man auf der anderen Seite Fernweh hat und neugierig auf die Welt ist. So ist mir spätetens zwei Tage vor Reisebeginn schlecht, ich kriege Magen-Probleme, bereue die Buchung und finde es verrückt, was ich da schon wieder mache. Ich hasse dieses Ausgeliefertsein, das Wissen, wenn was passiert, war es das. Irgendwie steige ich dann doch immer ein. Doch auch beim Traumziel Karibik sind damit die Qualen nicht vorbei. Denn:
2. Langstreckenflüge mit Zeitverschiebung sind anstrengend. Fängt damit an, dass man meist, wie in diesem Fall um drei Uhr nachts, früh aufstehen muss, um rechtzeitig am Airport zu sein. Dann heißt es Schlange stehen, sinnlos am Gate warten. Der Flug an sich zieht sich, vor allem ohne Bordprogramm wie diesmal bei Eurowings (durchgeführt von Tui Fly, daher das Logo auf dem Flügel), schlafen fällt schwer in den Sitzen. Ich bin ja nicht groß, daher habe ich einigermaßen Platz. Aber als Alleinreisender weiß man ja auch nie, wer neben einem sitzt. Und so kam ich dann mehr als gerädert in Punta Cana an - und verdrängte erfolgreich, dass der Rückweg nicht weniger schlimm werden würde.
 
Flughafen Punta Cana

2. Spinnen
Ich mag ja echt fast alle Viecher. Auch Geckos im Zimmer sind kein Problem. Aber bei den Achtbeinern hört es bei mir auf. Leider gibt es davon viele in den Tropen. Auch Grosse. Mit Haaren. Vogelspinnen. Alle in der Dom. Rep. sind ungiftig, aber mich ekeln die Viecher. Als dann eine Tarantel beim Packen unter bzw. evtl aus dem Koffer hervorrannte, kriegte ich echt einen Schreikrampf und flüchtete aus dem Zimmer. Gottseidank haben wir das Zimmer an dem Morgen eh geräumt. Die Spinne saß dann an der Decke, und mit Blick nach oben und der Drohung "Wehe du bewegst dich" an Miss Tarantula habe ich ganz fix gepackt .... sie war wirklich groß!

3. Regen
Wer Strandurlaub machen will, sollte vielleicht nicht zur Regenzeit in die Karibik fahren. Ja, der Regen ist meist nur ein relativ kurzer Schauer. Ja, es ist trotzdem warm. Aber es sind Wassermassen die da runterkommen, es ist oft bewölkt. Das mag man an der Nordsee oder in Island noch in Kauf nehmen, bei einem Flug in die Karibik erwartet man aber, wenn man ehrlich ist, Sonne. Bei unserem Aktiv-Urlaub war das ok - auch wenn man Kameras etc. schon wasserfest verpacken sollte. Allerdings hatten wir noch Glück - es soll wohl noch vieeeeel mehr geregnet haben einige Tage später. Hier ein kleines Video der karibischen Wasserspiele:
video

4. Insekten
Wo viel Regen, da viel Gebrumm. Ohne Antimückenmittel ging abends beim Essen gar nichts draußen, einige wurden so gepiesackt, dass sie trotz Hitze in langen Klamotten dasaßen. Moskitos allerorten. Ich habe Antibrumm forte benutzt, andere Autan Tropical. Was am besten gewirkt hat? Das ist relativ. Ich wurde fast gar nicht gestochen - von den Moskitos zumindest nicht. Dazu hatten wir in einer Unterkunft abends eine Invasion schwarzer Käfer, die von Licht angezogen wurden und dann wie kleine Geschosse runterplumpsten - und in Haaren, im Ausschnitt, auf dem Tisch und im Essen landeten. Nervig, aber nicht zu ändern. Irgendwann wurden die nur noch beiläufig weggeschnipst. Ach ja und zwei Kakerlaken wurden auch gesichtet.

5. Sandfliegen
Ja ich weiß, die gehören eigtl. auch zur Kategorie in Punkt 4, bekommen aber einen eigenen. Denn das war echt das fieseste Mitbringsel was ich mir jemals eingefangen habe - da war 'n bisschen Durchfall nix gegen. Nach meiner Rückkehr fingen meine Füße an zu jucken und zu brennen, dass ich fast wahnsinnig geworden bin. Sie waren übersät mit roten Hubbeln. Das ging hoch bis zum Knie. Ich musste zum Arzt, weil ich kurz davor war mich blutig zu kratzen. Er sagte dann zwar Sandflöhe, aber ich bin mir ziemlich sicher, auch nach Berichten anderer Betroffener, dass es Sandfliegen waren. Kortisonsalbe und Allergietabletten halfen gegen den Juckreiz, Zinksalbe heilte die wunden Stellen. Nach drei Tagen ließ der Juckreiz nach - mit purer Willenskraft und dank Winterstiefeln schaffte ich es tags, nicht zu kratzen, nachts war es aber teilweise so schlimm, dass ich nicht schlafen konnte und mir am liebsten alles aufgerissen hätte. Derzeit heilt es langsam ab, bin gespannt, wie lange die roten Punkte noch bleiben. Hübsch ist anders. War Pech und kann passieren. Vermeiden geht nur, wenn man mit Stiefeln durch den Sand rennt. Es könnten übrigens auch Zerkarien gewesen sein, die eine sog. Bade-Dermatitis auslösen.... was auch immer, lustig war es nicht....

Kommentare:

  1. Oh man, das sieht aber echt fies aus, was die Sandfliegen (oder was auch immer) mit dir gemacht haben. Hoffentlich ist es bald ganz weg und es bleiben auch keine Narben vom Kratzen.
    Zu den negativen Seiten des Reisens würde ich ja noch die anfängliche Unwissenheit über herrschende Preise aufzählen. Mich macht es immer wahnsinnig, wenn ich genau weiß , dass ich gerade zu viel zahle, aber keinen blassen Schimmer habe, wie viel zu viel genau.

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    1. Das stimmt, da hat man echt das Gefühl, übers Ohr gehauen zu werden. Bei den Reitreisen sind gottseidank immer Leute da, die dort leben und Bescheid wissen...

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