Mittwoch, 12. August 2015

Reisefieber: Souvenirs, Souvenirs

Natürlich sind Erinnerungen die schönsten Reisesouvenirs, gefolgt von Fotos - sei es nun ein grandioses Landschaftsbild oder ein lustiger Schnappschuss. Aber es gibt ja nun mal die große Industrie der Andenken-Hersteller - die manchmal wirklich seltsame Blüten treibt. Doch auch wenn ich die Berge von häßlichen T-Shirts, TÜV-technisch bedenklichen Kuscheltieren oder kitschigen Figuren meist nur amüsiert betrachte, kann ich doch nicht ganz widerstehen. Denn irgendwie ist es doch toll, etwas mitzubringen, einen Gegenstand, den man auch später noch in der Hand haben kann... Also was kaufen und später nicht bereuen - oder gar wegschmeißen?
Queen-Mania in London
Ich habe mich vor einigen Jahren dazu entschlossen, keine unnötigen Steh-Rum-Sachen zu kaufen. Naja, Ausnahmen bestätigen die Regel...
und dann habe ich beschlossen, und das war wirklich eine gute Idee, aus jedem Land oder Stadt, die ich besuche, einen Magneten mitzubringen. Eine Magnet-Pinnwand hatte ich ohnehin schon, und nach und nach sind die dabei mitgelieferten Magneten einem bunten Sammelsurium gewichen. Dabei habe ich keinen bestimmten Typ Magneten, den ich kaufe, also etwa immer eine Flagge, sondern es sind ganz verschiedene. Von abgrundtief touristisch häßlich, etwa Knossos als 3D Relief aus Kreta oder eher schlicht wie der Holzmagnet aus Island bis hin zu quadratisch praktisch gut wie die Flagge aus Sardinien ist alles dabei. Die Vorteile dieser Sammelei: Magneten gibt es wirklich überall, sie sind nicht teuer, nehmen kaum Platz im Gepäck weg und sind, wie gesagt, zu Hause noch nützlich. Nur meine Pinnwand wird langsam zu klein...

Trotz dieser konsequenten Souvenir-Jagd (leider fehlen mir ein paar von Reisen vor 2008, da habe ich das noch nicht gemacht, schade) kann ich natürlich nicht immer widerstehen, auch noch andere Dinge zu kaufen. Gerade in der Mongolei musste, trotz Platzmangel, ein "Deel", so ein traditioneller Mantel her. Auf dem Schwarzmarkt in Ulanbator kaufte ich dann einen rot-goldenen, leicht wattiert. Bisher hängt er nur ungenutzt neben dem Schrank, aber ich hoffe, ihn im Winter vielleicht wie eine Art Morgenmantel zu nutzen.
Anprobe auf dem Markt
Kleidung hatte es mir auch in Indien angetan - diese bunten Saris waren einfach eine Augenweide. Und unser Sari-Shopping in Udaipur ein echtes Event (siehe hier unter "S" wie Sari). Natürlich muss ich zugeben, dass die 6 Meter türkiser Stoff samt maßgeschneideter Bluse seitdem ungenutzt im Schrank liegen. Aber bereuen tue ich den Kauf nicht.
Was ich auch gern mitbringe, ist etwas Sand, z. B. vom schwarzen Lavastrand in Island oder aus der Wüste in Dubai. Das steht dann in Glasgefäßen bei mir im Regal.
Auch Scheinen und Münzen fremder Währungen hebe ich gern immer ein paar auf. Auf einigen meiner Reisen habe ich nun auch angefangen, kleine Bilder oder Drucke von lokalen Künstlern zu kaufen, meist schlicht in schwarz-weiß. Doch auch wenn sie klein sind ist meine Wohnung dies leider auch, das heißt, ich habe keinen Platz, sie alle hübsch aufzuhängen und muss es wohl bei der bisherigen kleinen Galerie belassen.

Natürlich bringe ich auch anderen, besonders meiner Familie, immer gern was mit. Da bieten sich natürlich lokale Leckereien an, etwa gutes Olivenöl aus südlichen Ländern, Gewürze, Schokolade oder auch mal getrocknetes Fleisch (lezteres kam übrigens nicht so gut an - ich fand es lecker). Und dann gibt es noch die Dinge, die man kauft, die es vielleicht auch woanders gibt, aber die einen trotzdem sofort daran erinnern, wo sie herkommen: Der Silberring aus Glasgow, das T-Shirt aus Stockholm, die After-Sun-Lotion aus Florida von Walmart...Damit wären wir aber bei einem anderen Thema: Shopping auf Reisen!

Und Ihr, was bringt Ihr so mit von Euren Trips? Gibt es etwas, dass Ihr sammelt? Oder habt ihr Lieblingsstücke, die euch an Reisen erinnern?
Mehr Inspirationen findet Ihr auf der Blogparade zum Thema, die "Rausinsleben.de" intiiert hat und an der ich hiermit teilnehme. Schaut doch mal rein!

Kommentare:

  1. Hallo Uta
    Schon bei "kitschige Figuren" habe ich mich ertappt gefühlt. ABER... ich kaufe diese Souvenirs nicht für mich, sondern bringe die kleinen "Urlaubswelten" (Schneekugeln ... quasi der Kitsch unter dem Kitsch) für meine Mama als Mitbringsel mit.
    Mittlerweile sind es sind es beinah an die 100 Kugeln, und alle gesammelt in einem Schrank sind so geballt kitschig, dass wir es mittlerweile schon wieder richtig schön finden :-)
    Falls Du neugierig geworden bist: http://ueberwegs.blogspot.de/2015/04/weltensammeln_58.html
    Ansonsten vielen Dank für den schönen Post.
    Liebe Grüße - Diane

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo! Danke für deinen Kommentar! Stimmt, Schneekugeln gibt es auch überall - und die haben ja schon fast was Meditatives... ich schaue gern mal auf deinem Blog vorbei!

      Löschen
  2. Liebe Uta,
    ganz lieben Dank für die Teilnahme an meiner Blogparade. :-) An so einem schönen Mantel oder dem Sari hätte ich auch nicht vorbei gehen können. Ich nähe ab und zu, wenn ich denn Zeit finde. In meiner Zeit beim orientalischen Tanz habe ich den ein oder anderen Sari in wunderschöne Röcke umgearbeitet.

    Liebe Grüße
    Renate

    AntwortenLöschen