Sonntag, 7. August 2016

Ein Tag in ...Bremen!

Warum in die Ferne schweifen? Diesen Sommer (sofern man ihn so nennen kann) verbringe ich zu Hause. Ich muss auch arbeiten, aber das heißt ja nicht, dass man nicht etwas Schönes machen kann. Touri in der eigenen Stadt spielen, Ausflüge - oder eben Kurztrips. So verschlug es mich vergangenes Wochenende nach Bremen. Bereits zum zweiten Mal ging es dort zum Shopping in einen Outlet Park (dazu später mehr). Und diesmal dachte ich eben, vor allem da ich am nächsten Tag noch Freunde in Oldenburg besuchen wollte, dass ich nicht am selben Tag zurück fahre, sondern eine Nacht in Bremen dranhänge. Hier ein kleiner Überblick:

1. Übernachtung
Gesagt, getan. Um meinen Minitrip zu etwas Besonderem zu machen, suchte ich mir zunächst mal eine nette Übernachtung. Und zwar kein "normales" Hotel.
Ich fand im Internet die Schiffsherberge "Klabauterbett" und buchte dort die Klüverkoje. Das Schiffe liegt, vertäut zusammen mit dem größeren Veranstaltungsschiff Liefde, auf der Weser, ca. 15 min zu Fuß vom Rathausplatz entfernt. Die junge Familie die die Herberge betreibt, wohnt mit auf dem Herbergsschiff und ist noch dabei, dort weitere Kojen als Gästezimmer auszubauen. Ich wurde herzlich empfangen, und die Koje war serh gemütlich - wenn auch nur von einer Dachluke über etwas wackelige Leiter zu betreten, aber das wusste ich vorher. Toilette und Dusche waren außerhalb, aber ich hatte ein kleines Waschbecken in der Koje, dazu Wasserkocher und Tee und Kaffee. Abends bekam ich auf dem Deck einen wundervollen Sonnenuntergang über der Weser geboten.
 
 
 
 
 

2. Schlachte
Vom Schiff aus lief ich die Weser entlang, vorbei an der Becks Brauerei und an der Weserburg, heute ein Museum für moderne Kunst laufe ich über die Brücke und lande direkt an der Schlachte. Diese Uferstraße ist DAS Gastro-Viertel. Hier reiht sich ein Lokal an das andere, die dann auf der anderen Seite des Weges direkt am Ufer alle einen Biergarten haben. Besonders bei gutem Wetter lässt es sich hier sicher gut genießen. Essenstechnisch scheint alles vorhanden was man möchte.
Weserburg
 
Biergärten an der Schlachte
Blick zur Schlachte
 3. Roland am Rathaus
Durch die Böttchergasse mit dem Paula-Modersohn-Becker-Hause gelange ich auf den Rathausplatz, mit Dom und Rolandfigur. Während ich versuche, mein Handy-Foto richtig einzustellen, fragt jemand neben mir "Der Roland ist eine Arena oder?" Ich muss lachen ... Es ist gerade Pokemon-Go-Fieber ausgebrochen in Deutschland, die fangen alle unsichtbare Monster - und stehen mir im Bild rum. Das Rathaus ist leider eingerüstet und es kommt mir irgendwie kleiner vor als ich es erwartet hatte. Noch um die Ecke geschaut, stehen dort die Bremer Stadmusikanten, die berühmtesten "Einwohner" der Stadt. Die Hufe des Esels zu umfassen soll Glück bringen.
 
 
nochmal die Stadtmusikanten
Pferdebrunnen
 4.Viertel
Am nächsten Morgen zieht es mich zum Frühstücken ins Viertel, ein Stadtviertel, das einfach so heißt. Dort wurden mir bei der Internetsuche die meisten Frühstücksläden angezeigt. Die goße Straße Ostertorsteinweg, auf der auch die Straßenbahn fährt, führt hindurch. Ich entscheide mich kurzfristig für das "Piano" statt dem Cafe Engel. Im französischen Frühstück ist ein O-Saft enthalten, dazu reichlich Baguette, Käse, Marmelade, Vanillequark und eine Melone. Kaffee kostet extra. So gestärkt, bummel ich zurück, da ich mir noch das Schnoor-Viertel anschauen möchte. Um nicht wieder die große Straße entlangzulaufen (Geschäfte haben ja auch sonntags zu), biege ich mal ab in die Seitenstraßen. Und entdecke wirklich hübsche Häuser, nette Vorgärten, bunte Fassaden. Hier zu wohnen könnte mir auch gefallen.

 
 
 

5. Schnoor
Zugegeben, das ist ein Touri-Epizentrum. Aber es ist einfach zu niedlich. Kleine Gassen mit schiefen, alten Häusern aus dem 16. Jahrhundert, darin viele nette kleine Läden. Man fühlt sich wirklich in der Zeit zurückversetzt. Hier findet sich auch ein "Hochzeitshaus". Heute ein winziges Hotel, waren das damals Häuser, die Paare mieteten, um einen Wohnsitz in der Stadt nachweisen zu können, um in der Stadt getraut werden zu können. Ich lasse mich eine Weile treiben und freue mich über witzige Schilder, ein bisschen Kunst und das historische Ambiente.
 
erbaut 1584
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Also, wer in Norddeutschland wohnt: Bremen anschauen lohnt sich. Ein Wochenende in der Nähe und doch kann man viel entdecken - allerdings auf kleinem Raum, daher reicht auch ein Wochenende, finde ich.

Keine Kommentare:

Kommentar posten