Mittwoch, 7. September 2016

Kurzer Stop: 5 Tipps für Köln

Neulich habe ich eine Freundin in Köln besucht. Zwar traten wir etwas die Stadtflucht an und gingen wandern (siehe hier), aber ein bisschen Kölle musste dann auch noch sein.

1. Brauhaus "De goldene Kappes"
Ich bin ja nicht so der Biertrinker, aber Kölsch geht. Im Stadtteil Nippes liegt das Brauhaus "De goldene Kappes". Kappes ist kölsch für Kohl, und so hängt auch ein goldener Kohlkopf über der Tür.
Innen ist es rustikal-hölzern gemütlich. Hier in Nippes sind auch nicht nur Touristen am Start - im Gegenteil. Um uns herum hört man den kölschen Dialekt, und zu süffigem Bier lasse ich mir Leberkäse mit Spiegelei und Bratkartoffeln schmecken - deftige gutbürgerliche Küche ist eben typisch Brauhaus

2. Absacker im "Heimathirsch"
Die Kellerbar ist ein kleiner Club, in dem sich die Leute aus Nippes treffen. Das Publikum ist nicht megajung, und total entspannt. Zwar hip, aber auf lässige, unangestrengte Art, ohne It-Pieces und universalem Must-have-Look, wie er mir zb in Hamburg immer auffällt. Hier macht jeder sein eigenes Ding. An der Bar gibt es lustige selbstgemixte Schnäpse mit witzigen Namen, z.B. "Gute Nacht, Hase" oder "Bambi ist tot".

3. Parfümerie Farina
Von "4711 Echt Kölnisch Wasser" hat man ja schon gehört. Eau de Cologne von Farina kannte ich bisher nicht. Aber klar, dass es nicht nur ein Eau de Cologne in Köln gibt. Farina war ein Parfumeur, der 1709 sein Unternehmen gründete. Am Jülichplatz gibt es einen Shop und ein kleines Museum. Ich fand das Vintage-Marketing sehr ansprechend - und letztlich hat mich meine Nase überzeugt: Das Eau de Cologne von Farina riecht viel viel besser als 4711. Richtig gut.
 

4. Dom und Hohenzollernbrücke
Nach Köln fahren ohne den Dom zu sehen ist fast unmöglich. Zumindest wenn man mit dem Zug kommt, denn er erhebt sich direkt neben dem Hauptbahnhof. Also selbst bei kurzem Aufenthalt ist ein Besuch möglich. Auf den Turm bin ich diesmal nicht gestiegen, aber reingegangen sind wir schon. Das Gewölbe ist beeindruckend, und mit dem Gerhard Richter Fenster hat auch moderne Kunst Einzug gehalten.
Wenn man schon mal da ist, kann man auch gleich noch einmal um den Dom herumlaufen und auf die Hohenzollernbrücke um einmal über den Rhein zu laufen. Die Brücke ist DER Hotspot für Liebesschlösser, sooooo viele habe ich wirklich noch nirgends auf einem Haufen gesehen.

 
 
 
5. Altstadtbummel
Wenn dann noch Zeit ist, schafft man es noch in die Altstadt. Am Rhein entlang zum Fischmarkt, Alter Markt, historisches Rathaus, daneben Ausgrabungen - es wird deutlich, dass Köln eine sehr geschichtsträchtige Stadt ist. Süß ist auch der Heinzelmann-Brunnen - denn die Heinzelmännchen sind eine Kölner Legende...
 
 
Zwar wurde im 2. Weltkrieg viel zerstört, doch es finden sich überall sehr historische Stellen. Auch unerwartet, z.B. am Rand des bunten Eigelstein-Viertels. Dort steht die Eigelsteintorburg, eines von vier noch erhaltenen Stadttoren aus dem Mittelalter.

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